Praxisphasen: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 31. August 2011, 13:16 Uhr

Praxisphasen sind Praktika, welche alle Studierenden mit dem Berufsziel Lehramt im Verlaufe ihres Studiums an schulischen oder außerschulischen Lernorten absolvieren müssen.

Praxisphasen nach LZV 2009 (Bachelor/Master)

Das neue Lehrerausbildungsgesetz (LABG 2009) und die „Verordnung über den Zugang zum nordrhein-westfälischen Vorbereitungsdienst …“ (LZV 2009) sehen vor, dass die Lehramtsstudiengänge auf Bachelor-Master-Strukturen umgestellt werden. Alle Lehrämter erfordern zukünftig ein dreijähriges Bachelor- und ein zweijähriges Masterstudium. Die Universität Duisburg-Essen hat die entsprechenden Studiengänge zum Wintersemester 2011/12 eingerichtet. Der sich an das Studium anschließende Vorbereitungsdienst (Referendariat) wurde auf 18 Monate verkürzt, er schließt mit der Staatsprüfung für Lehrämter an Schulen ab.

Innerhalb der gesamten Lehrerausbildung in Nordrhein-Westfalen sind die Praxiselemente in der Bachelor-Master-Struktur neu gewichtet und verlagert worden:

  • Das Eignungspraktikum sollte möglichst vor Studienbeginn an einer Schule durchlaufen werden. Es dient der Prüfung der Berufswahlentscheidung und umfasst auch eine Eignungsberatung. Das Eignungspraktikum wird an allen Schulen des Landes NRW seit dem Schuljahr 2010/11 in Zusammenarbeit mit den künftigen Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL, den heutigen Studienseminaren) angeboten. Die Absolventen des Eignungspraktikums müssen Schulaufenthalt und Beratung in einem Portfolio dokumentieren, das in allen späteren Praxisphasen fortzuführen ist. Die eigene Abiturschule darf nicht als Praktikumsschule gewählt werden. Weitere Informationen zum Eignungspraktikum und zum Buchen der Praktikumsplätze finden Sie unter http://www.ELISE.nrw.de. Das Zentrum für Lehrerbildung hat in seinem LehramtsWIKI ebenfalls eine Seite eingerichtet, auf der viele Fragen beantwortet werden.
  • Das Orientierungspraktikum (1 Monat bzw. 80 Stunden) findet an der UDE im 3. oder 4. Semester des Bachelorstudiums an einer Schule mit dem studierten Lehramt statt. Das Orientierungspraktikum besteht aus einem Vorbereitungs- und Begleitseminar und einer Schulpraxisphase; es wird durch die Fakultät für Bildungswissenschaften begleitet.
  • Das Berufsfeldpraktikum (mindestens 4 Wochen bzw. 80 Stunden) findet im 4. oder 5. Semester des Bachelorstudiums statt und kann nicht nur an einer Schule, sondern auch in außerschulischen bildungsorientierten Einrichtungen (z.B. Weiterbildungsinstitute, Beratungsstellen, Museen, Universitäten u.v.m.) absolviert werden. Die Praxisphase ist an ein Vorbereitungs- und Begleitseminar eines der studierten Fächer gebunden.
  • Das zweite (in einigen Studiengängen das dritte) Semester im Masterstudium ist von der UDE und den ihr zugeordneten Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) in Kooperation mit den Schulen der Ausbildungsregion als schulhalbjahrbegleitendes Praxissemester gestaltet.

Zentraler Bestandteil des Praxissemesters ist ein curricular eingebundener Schulpraxisteil im Umfang von fünf Monaten Dauer (mit einem Workload von 400 Stunden, d. h. 20 Wochen à 20 Stunden). Der Aufenthalt an einer Schule des studierten Lehramts wird durch einen wöchentlichen Studientag an der Universität oder (in den Semesterferien) an einem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung begleitet. Die Schulpraxis wird universitär in Modulen der Bildungswissenschaften und der studierten Fächer vorbereitet, begleitet und nachbereitet. An der Universität Duisburg-Essen wird das Praxissemester erstmals zum WS 2014/15 (Schulpraxisphase ab 15. Februar 2015) durchgeführt.

  • Nach dem Studium folgt der Vorbereitungsdienst (ehemals Referendariat) an einer Schule und einem zugeordneten Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL). Der Vorbereitungsdienst dauert 18 Monate und endet mit einer Staatsexamensprüfung.

Alle Praxisphasen werden schriftlich in dem Portfolio Praxiselemente festgehalten und somit die Entwicklungsschritte im Kompetenzaufbau systematisch dokumentiert. Die Pflicht zur Führung des Portfolios beginnt mit Aufnahme des ersten Praxiselements (i.d.R. Eignungspraktikum vor Aufnahme des Studiums) und endet mit dem Vorbereitungsdienst.

  • Beachten Sie, dass einzelne Lehramtsstudiengänge weitere Praxiselemente vorschreiben:

So ist zum Beispiel für das Lehramt am Berufskolleg (BK) eine einschlägige fachpraktische Tätigkeit von 12 Monaten (52 Wochen) Dauer bis zur Aufnahme des Vorbereitungsdienstes nachzuweisen (LZV 2009). Berufsausbildungen können anerkannt werden.


Für das Lehramt einer modernen Fremdsprache ist ein 3-monatiger Auslandsaufenthalt verpflichtend vorgeschrieben (LABG 2009). Werden zwei moderne Fremdsprachen studiert ist nur für eine von beiden der dreimonatige Auslandsaufenthalt nachzuweisen.

Bitte informieren Sie sich über die für Sie zutreffenden Bedingungen und Anforderungen.

Quelle: http://zlb.uni-due.de/pfl/Bachelor/Master

Praxisphasen nach LPO 2003 (Staatsexamen)

Aktuelles

  • Die Schulzuweisung für die fachdidaktischen Praktika sind am 16.05.2011 erfolgt. Die angefragte Schule kann nach dem Login mit der bereinigten Matrikelnummer in der PfL Datenbank  eingesehen werden. Spätestens jetzt ist es erforderlich, mit der Schule in Kontakt zu treten und den weiteren Ablauf zu besprechen!
  • Das Praktikumsbüro hat am 28.03.2011 im Rahmen der Auftaktveranstaltung für alle Erstsemester der Lehramtsstudiengänge über die in der LPO (Lehramtsprüfungsordnung) vorgegebenen Praxisphasen und das Anmeldeverfahren zum Orientierungspraktikum informiert.
  • Die Anmeldefrist für das Orientierungspraktikum im SoSe 2011 ist abgelaufen. Die Schulzuweisung erfolgt in den nächsten Wochen, der Status kann unter Angabe der bereinigten Matrikelnummer in der PfL Datenbank 

Rechtsgrundlagen

Schulpraktika sind grundsätzlich mit vorbereitenden und begleitenden Lehrveranstaltungen der Universität verknüpft. Die Verbindung beider Komponenten heißt Praxisphase bzw. in älterer Sprachregelung Schulpraktische Studien.

Das nordrhein-westfälische Lehrerausbildungsgesetz (LABG) erklärt Praxisphasen zum Pflichtbestandteil jedes Lehramtsstudiums (§2 Abs. 4 LABG, Fassung v. 2. Juli 2002). Der gesetzliche Auftrag wird durch prüfungsrechtliche Rahmenvorgaben und auf deren Grundlage durch Studienordnungen ausgestaltet.

Die seit dem Wintersemester 2003/04 geltende Neufassung der Lehramtsprüfungsordnung (LPO) verlangt Praxisphasen im Mindestumfang von insgesamt 14 Wochen Schulaufenthalt und 12 SWS Hochschulbegleitung (§10 Abs. 1, 2). In diesem Rahmen können jeweils semesterbegleitende Tagespraktika und/oder außerhalb der Vorlesungszeit stattfindende Blockpraktika mit fachdidaktischen und/oder erziehungswissenschaftlichen Schwerpunkten kombiniert werden.

Die Lehramtsstudiengänge der UDE sehen i. d. R. drei Praxisphasen vor. Die erste Praxisphase ist im Grundstudium angesiedelt und erziehungswissenschaftlich ausgerichtet. Die beiden weiteren Praxisphasen gehören zum Studium der Unterrichtsfächer, setzen dementsprechend fachdidaktische Schwerpunkte und finden jeweils im Hauptstudium statt. Näheres regeln die Praktikumsordnung und die jeweils maßgebliche Studienordnung. Praktikumsordnung und andere gesetzliche Vorgaben können im entsprechenden Web-Angebot des PfL abgerufen werden.

Formen und Inhalte

  • Das Orientierungspraktikum ist die erste Praxisphase während des Studiums und wird zu Beginn des Studiums absolviert. Ziel sind die selbständige Prüfung der Berufseignung und das Sammeln erster praktischer Erfahrungen.
  • Die fachdidaktische Praxisphase setzt sich aus fachdidaktischen Praktika in den beiden Unterrichtsfächern zusammen und findet im Hauptstudium statt. Ziel ist die Entwicklung und Erprobung fachspezifischer Methoden im Unterricht des jeweiligen Faches.

Vorgaben

Wenn der Praktikumszeitraum nicht durch die Verzahnung mit einer begleitenden Lehrveranstaltung festgelegt ist (was insbesondere bei den fachdidaktischen Praktika des Hauptstudiums relativ häufig vorkommt), kann er mit der jeweiligen Schule frei vereinbart werden. Für Blockpraktika steht die gesamte vorlesungsfreie Zeit zur Verfügung, soweit sie nicht mit Schulferien zusammenfällt. In der ersten Schul(halb)jahreswoche kommen Praktikanten allerdings zumeist ungelegen.

Praktikumsvorbereitung und -durchführung müssen nicht zwingend in demselben Semester erfolgen. Damit der notwendige Zusammenhang erhalten bleibt, wird jedoch eine Zwischenzeit von mehr als einem Semester i. d. R. nicht hingenommen. Zudem ist die Zustimmung der verantwortlichen Dozenten erforderlich.

Praktikumsorte, -aktivitäten, -themen, -befunde und -erfahrungen müssen dokumentiert werden. Dies geschieht in Form eines systematischen Abschlussberichts bzw. im Orientierungspraktikum oft durch zeitlich gestaffelte Zwischenberichte. Einzelheiten zu Form und Inhalt der Dokumentation werden in der jeweiligen Lehrveranstaltung vereinbart. Da auch Praktikanten der Schweigepflicht unterliegen, dürfen Praktikumsdokumentationen keinesfalls Rückschlüsse auf bestimmte Personen zulassen; Eigennamen müssen anonymisiert werden. Fotografieren ist an Schulen grundsätzlich nur mit Zustimmung der (Eltern der) Abgelichteten gestattet.

Wenn das Praktikum innerhalb der Vorlesungszeit endet, wird der Abschlussbericht – soweit vorgesehen – spätestens mit Ablauf der anschließenden Semesterferien, ansonsten spätestens in der letzten Vorlesungswoche des nachfolgenden Semesters bei dem bzw. der betreuenden Lehrenden abgegeben. Abweichende Vereinbarungen sind im Einzelfall möglich, sollten jedoch berücksichtigen, dass ein Bericht mit wachsender zeitlicher Distanz zu seinem Gegenstand zunehmend Fiktionscharakter annimmt. Viele Schulleitungen und Mentoren erwarten (verständlicherweise), dass ihnen Kopien der Praktikumsdokumentation ungefragt zur Verfügung gestellt werden.

Wer von bestimmten ansteckenden Erkrankungen heimgesucht wird, die in §34 Infektionsschutzgesetz aufgelistet sind, darf ein Praktikum nicht antreten bzw. muss es unverzüglich abbrechen.

Obligatorische Schulpraktika sind – einschließlich notwendiger Wegstrecken – gesetzlich unfallversichert. Haftungsrechtlich hingegen können Praktikanten persönlich zur Verantwortung gezogen werden, wenn aus ihrem Verschulden Dritten ein Schaden entsteht und das Risiko nicht anderweitig abgedeckt ist.

Die Teilnahme an Klassenfahrten ist möglich. Praktikanten sollten in diesem Fall bei der jeweils zuständigen Schulaufsichtsbehörde als Begleitpersonen angemeldet werden.

Da schulpraktische Studien bzw. Praxisphasen Pflichtveranstaltungen sind, muss die Teilnahme nachgewiesen werden. Die nötigen Vordrucke sind auf der Homepage des Praktikumsbüros oder in den Fachsekretariaten erhältlich. Wird kein Formular bereitgehalten, sollte man in der Schule um Ausstellung einer formlosen Bescheinigung bitten. Die erfolgreiche Teilnahme wird von den jeweils verantwortlichen Fakultäten bescheinigt (für das Orientierungspraktikum ist das in der Fakultät Bildungswissenschaften das Studiengangsbüro ESL).

Organisationsablauf

Aus u.a. versicherungs- und schulaufsichtsrechtlichen Gründen müssen Schulpraktika aller Art im Praktikumsbüro für Lehramtsstudiengänge (PfL) angemeldet werden. Auch dafür werden Formulare  bereitgehalten. Auf diesen Vordrucken ist jeweils eine Ausschlussfrist vermerkt, die im Interesse eines zügigen Verfahrensablaufs ausgesprochen strikt gehandhabt werden muss.

Die Anmeldungsdaten werden elektronisch gespeichert, aber selbstverständlich nur für die Praktikumsorganisation und -statistik verwendet. Für teilnahmebegrenzte Lehrveranstaltungen (wie z. B. zum Orientierungspraktikum) ist die Vergabe der Seminarplätze an das Anmeldungsverfahren gekoppelt. Im Anmeldungsbogen wird u. a. der gewünschte Praktikumsort eingetragen. Die Praktikumsschule wird i. d. R. durch das Praktikumsbüro vorgeschlagen. Es berücksichtigt dabei u. a. besondere Schwerpunkte der jeweiligen Lehrveranstaltung.

Die Anmeldung zum Orientierungspraktikum ist verbindlich! Wird ein zugewiesener Seminarplatz nicht wahrgenommen oder wird der Seminarbesuch abgebrochen, ohne dass zwingende Gründe nachgeweisen werden können, so ist dies ein Fehlversuch. Gleiches gilt für nicht angetretene oder abgebrochene Praktika.

Das Orientierungspraktikum darf nicht an der jeweiligen Abiturschule durchgeführt werden.

Die empfohlenen Schulen werden über die Homepage des Praktikumsbüros (Datenbank-Login ) bekanntgegeben und durch das Praktikumsbüro benachrichtigt. Die Praktikumserlaubnis der Schule wird i. d. R. erst erteilt, nachdem sich die Studierenden dort persönlich vorgestellt haben. Soweit das jeweilige Lehrveranstaltungskonzept nicht entgegensteht, können Praktika auch an Schulen in anderen Bundesländern oder im Ausland durchgeführt werden. Für Schulen in der Türkei gelten besondere Vermittlungsvorschriften; nähere Auskünfte erteilt das Praktikumsbüro. Praktika im Ausland fallen allerdings nicht unter den gesetzlichen Versicherungsschutz.

Erfahrungsgemäß sind durchaus nicht alle Vorgänge "Selbstläufer"; wenn sich im Einzelfall Schwierigkeiten ergeben, werden die betreffenden Studierenden durch das Praktikumsbüro umgehend benachrichtigt.

Wer ein bereits vereinbartes Praktikum nicht durchführen kann, teilt dies dem Praktikumsbüro und – selbstverständlich! – der betreffenden Schule unverzüglich mit.

Anmeldefristen

  • Die Anmeldefrist für das Orientierungspraktikum im WiSe 2011 ist vom 10.10. bis 13.10.2011.
  • Die Anmeldung für die fachdidaktischen Praktika im WiSe 2011 ist vom 12.10. bis 18.10.2011.
  • Weitere Informationen findest du hier.

Download

Ein Download der Präsentation "Praxisphasen im Lehramtsstudium" ist im Artikel Orientierungswoche möglich.


Praxisphasen im Bachelor/ Master

  • Zum Studienstart im Wintersemester 2011/2012 wird ein 20-tägiges Eignungspraktikum eingeführt, das in der Regel vor dem Studienbeginn absolviert wird. das Eignungpraktikum soll eine erste Berufsorientierung ermöglichen und umfasst auch eine Eignungsberatung. Der Ablauf des Praktikums und die Beratung werden in Form eines Portfolios dokumentiert, das in den späteren Praxisphasen fortgeführt wird.
    Informationen zum Eignungspraktikum und zum Buchen der Praktikumsplätze gibt es unter http://www.elise.nrw.de.
  • Das Orientierungspraktikum soll nun im dritten oder vierten Semester des Bachelor Studiums geleistet werden und wird von bisher 120 auf 80 Stunden verkürzt. Was Gestaltung und Intention betrifft, soll das neue Orientierungspraktikum dem alten weitestgehend entsprechen.
  • Auf das Orientierungspraktikum folgt das Berufsfeldpraktikum als fortsetzende Praxisphase im Bachelorstudium. Es umfasst ebenfalls 80 Stunden und soll im vierten oder fünften Semester an einer Schule oder einer bildungsorientioerten Einrichtung wie einem Museeum oder einer Beratungsstelle geleistet werden.
  • Den Abschluss der Praxisphasen im BA/ MA Lehramtsstudium bildet ein im zweiten oder dritten Semester des Masterstudiums angesetztes schulhalbjahrbegleitendes Praxissemester. Dieses wird kooperativ von Universität, den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung und den Schulen gestaltet. Zentraler Bestandteil des Praxissemesters ist ein curricular eingebundener Schulaufenthalt im Umfang von mindestens 400 Stunden, d. h. 20 Wochen à 20 Stunden und wird durch einen wöchentlichen Studientag an der Universität ergänzt.Das erste Praxissemester für Studierende der UDE ist für das SoSe 2015 vorgesehen.
  • Nähere Informationen bietet auch das Praktikumsbüro unter http://zlb.uni-due.de/pfl/Bachelor/Master , das Zentrum für Lehrerbildung unter http://zlb.uni-due.de/zlb/bachelor-master und das Schulministerium NRW unter http://www.schulministerium.nrw.de/ZBL/Reform/FAQ/index.html


Siehe auch




Dieser Artikel ist gültig bis: 11-09-15