Staatsexamen: Biologie

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==== Grundstudium Grund-, Haupt- und Realschule  ====
 
==== Grundstudium Grund-, Haupt- und Realschule  ====
  
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! Modul
 
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! Typ
 
! Studienleistung
 
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| '''1: Einführung in die Botanik'''<br> <br> <br>
 
| Einf. in die Botanik <br>Botanische Mikroskopierübungen<br>Botanische Bestimmungsübungen<br>''3 Halbtagsexkursionen''
 
| Vorlesung <br>Übungen<br>Übungen<br>''Exkursion''
 
| Klausur <br>Klausur<br>Klausur<br>''Protokoll oder Referat''
 
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| '''2: Einführung in die Zoologie'''<br> <br> <br>
 
| Einf. in die Zoologie und Humanbiologie<br>Zoologische Mikroskopierübungen/&#8203;Laborübungen<br>Zoologische Bestimmungsübungen<br>''3 Halbtagsexkursionen''
 
| Vorlesung <br>Übungen<br>Übungen<br>''Exkursion''
 
| Klausur <br>Klausur<br>Klausur<br>''Protokoll oder Referat''
 
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| '''4: Grundlagen der Naturwissenschaften'''<br><br><br>
 
| Chemie für Biologen*<br>''Chemiepraktikum*''<br>Physik für Naturwissenschaften**
 
| Vorlesung<br>''Praktikum''<br>Vorlesung
 
| Klausur<br>''Berichte und Klausur''<br>Klausur
 
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| '''5: Fächerübergreifendes Modul "Lehren als Beruf"'''<br><br><br>
 
| Einf. in die Didaktik der Biologie<br>''Einf. in die Allgemeine Didaktik (ESL 2.3)''<br>''Einf. in die Didaktik des zweiten Faches''<br>
 
| Vorlesung<br>''Vorlesung''<br>''Vorlesung''<br>
 
| Klausur<br>''Klausur''<br>''Klausur''
 
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| valign="top" | '''6: Ökologie / Umwelt''' <br> ''Auswahlmöglichkeit''
 
| Ökologie <br>Seminar <br> Großpraktikum*
 
| Vorlesung <br>Seminar <br>Praktikum
 
| Klausur <br>Klausur oder Referat <br> Bericht
 
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| valign="top" | '''7: Biodiversität (Evolution und Systematik)''' <br> ''Auswahlmöglichkeit''
 
| Systematik und Evolution <br>Seminar <br> Großpraktikum*
 
| Vorlesung <br>Seminar <br>Praktikum
 
| Klausur <br>Klausur oder Referat <br> Bericht
 
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| valign="top" | '''8: Struktur und Funktion (Physiologie)''' <br> ''Auswahlmöglichkeit''
 
| Struktur und Funktion der Zelle <br>Seminar <br> Großpraktikum*
 
| Vorlesung <br>Seminar <br>Praktikum
 
| Klausur <br>Klausur oder Referat <br> Bericht
 
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| valign="top" | '''9: Didaktik der Biologie'''
 
| Es sind drei Seminare aus mindestens 2 der Bereiche 1-3, und ein Seminar aus dem Bereich 4 zu studieren sowie die fachdidaktische Praxisphase zu absolvieren:
 
*(1) Didaktische Konzepte und Methoden im Biologieunterricht
 
*(2) Experimente und Arbeitsweisen im Biologieunterricht
 
*(3) Biologieunterricht unter der Perspektive empirischer Lehr-/Lernforschung.
 
*(4) Biologie unterrichten - Begleitseminare zur fachdidaktischen PraxisphaseLehr-/&#8203;Lernforschung
 
 
| <br> <br> Seminar<br> Seminar<br> Seminar<br> Praktikum
 
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==== Grundstudium Gymnasium und Gesamtschule // Berufskolleg  ====
 
==== Grundstudium Gymnasium und Gesamtschule // Berufskolleg  ====
  
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! Modul
 
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| '''1: Einführung in die Botanik'''<br> <br> <br>
 
| Einf. in die Botanik <br>Botanische Mikroskopierübungen<br>Botanische Bestimmungsübungen<br>''3 Halbtagsexkursionen''
 
| Vorlesung <br>Übungen<br>Übungen<br>''Exkursion''
 
| Klausur <br>Klausur<br>Klausur<br>''Protokoll oder Referat''
 
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| '''2: Einführung in die Zoologie'''<br> <br> <br>
 
| Einf. in die Zoologie und Humanbiologie<br>Zoologische Mikroskopierübungen / Laborübungen<br>Zoologische Bestimmungsübungen<br>''3 Halbtagsexkursionen''
 
| Vorlesung <br>Übungen<br>Übungen<br>''Exkursion''
 
| Klausur <br>Klausur<br>Klausur<br>''Protokoll oder Referat''
 
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| '''3: Einführung in die Allgemeine Biologie'''<br>''für Lehramt HRGe nicht verpflichtend''<br> <br>
 
| Einf. in die Zellbiologie<br>Einf. in die Genetik<br>Übungen zur Genetik und Zellbiologie<br>
 
| Vorlesung<br>Vorlesung<br>Übungen<br>
 
| Klausur<br>Klausur<br>Klausur<br>
 
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| '''4: Grundlagen der Naturwissenschaften'''<br><br><br>
 
| Chemie für Biologen*<br>''Chemiepraktikum*''<br>Physik für Naturwissenschaften**
 
| Vorlesung<br>''Praktikum''<br>Vorlesung
 
| Klausur<br>''Berichte und Klausur''<br>Klausur
 
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| '''5: Fächerübergreifendes Modul "Lehren als Beruf"'''<br><br><br>
 
| Einf. in die Didaktik der Biologie<br>''Einf. in die Allgemeine Didaktik (ESL 2.3)''<br>''Einf. in die Didaktik des zweiten Faches''<br>
 
| Vorlesung<br>''Vorlesung''<br>''Vorlesung''<br>
 
| Klausur<br>''Klausur''<br>''Klausur''
 
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! Modul
 
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| valign="top" | '''6: Ökologie / Umwelt'''
 
| Ökologie <br>Seminar <br> Großpraktikum*
 
| Vorlesung <br>Seminar <br>Praktikum
 
| Klausur <br>Klausur oder Referat<br> Bericht
 
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| valign="top" | '''7: Biodiversität (Evolution und Systematik)'''
 
| Systematik und Evolution <br>Seminar <br> Großpraktikum*
 
| Vorlesung <br>Seminar <br>Praktikum
 
| Klausur <br>Klausur oder Referat<br> Bericht
 
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| valign="top" | '''8: Struktur und Funktion (Physiologie)'''
 
| Struktur und Funktion der Zelle <br>Seminar <br> Großpraktikum*
 
| Vorlesung <br>Seminar <br>Praktikum
 
| Klausur <br>Klausur oder Referat<br> Bericht
 
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| valign="top" | '''9: Didaktik der Biologie'''
 
| Es sind drei Seminare aus mindestens 2 der Bereiche 1-3, und ein Seminar aus dem Bereich 4 zu studieren sowie die fachdidaktische Praxisphase zu absolvieren:
 
*(1) Didaktische Konzepte und Methoden im Biologieunterricht
 
*(2) Experimente und Arbeitsweisen im Biologieunterricht
 
*(3) Biologieunterricht unter der Perspektive empirischer Lehr-/Lernforschung.
 
*(4) Biologie unterrichten - Begleitseminare zur fachdidaktischen Praxisphase Lehr-/Lernforschung
 
  
| <br> <br> Seminar<br> Seminar<br> Seminar<br> Praktikum
 
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=== Einführung in die Botanik  ===
 
=== Einführung in die Botanik  ===
  
Das Modul "Einführung in die Botanik" bietet eine großflächige Übersicht des Pflanzenreiches. In der Vorlesung werden u.A. der physiologische Aufbau von Pflanzen (Zellaufbau, Gewebetypen, Pflanzentypen), Symbiosen, Pflanzenkrankheiten und Metabolismus/Anabolismus (Glycolyse, Citrat-Zyklus, Photosynthese, Calvin-Zyklus, Atmungskette) behandelt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Klausur einen Schwerpunkt auf Metabolismus/Anabolismus (speziell Glycolyse) setzt. Dieser Bereich stellt den schwierigsten Teil der Vorlesung dar, da die Studenten in der Lage sein sollen, die komplexen metabolitischen Vorgänge unter Benutzung chemischer Strukturen und unter Angabe der beteiligten Enzyme wiederzugeben. <br>In den Mikroskopierübungen erlernen die Studierenden die gängigsten Methoden der Präparation für die Lichtmikroskopie von Pflanzen. Hierbei sollen zu jedem Seminartag Skizzen und Detailzeichnungen angefertigt werden. Mikroskopiert werden beispielsweise die Zwiebelzelle, der Vorgang der Plasmolyse, Leitsysteme von Angiospermen- bzw. Gymnospermenholz und unterschiedliche Gewebetypen. <br>In den Bestimmungsübungen lernen die Studierenden die in Deutschland vorkommenden Pflanzenfamilien und deren bekanntesten Arten kennen. Es werden Charakteristika der Familien und die Unterschiede zueinander in Theorie und Praxis herausgearbeitet, die für eine erfolgreiche Bestimmung notwendig sind. Die Bestimmung der Pflanzen (bzw. der Blüten) erfolgt anhand von Bestimmungsbüchern, die in der Universitätsbibliothek erhältlich sind. <br>Zusätzlich zur Vorlesung und den Seminaren muss noch an drei Halbtagsexkursionen teilgenommen werden. Anstelle von drei Halbtagsexkursionen kann man auch an einer botanischen Ganztagsexkursion und einer botanischen Halbtagsexkursion teilnehmen. Eine Ganztagsexkursion ersetzt somit zwei Halbtagsexkursionen. Zu jeder Exkursion muss ein Protokoll angefertigt werden, wofür es bestimmte Formalia gibt (im ILIAS einsehbar). <br> <br>  
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Das Modul "Einführung in die Botanik" bietet eine großflächige Übersicht des Pflanzenreiches. In der Vorlesung werden u. a. der physiologische Aufbau von Pflanzen (Zellaufbau, Gewebetypen, Pflanzentypen), Symbiosen, Pflanzenkrankheiten und Metabolismus/Anabolismus (Glycolyse, Citrat-Zyklus, Photosynthese, Calvin-Zyklus, Atmungskette) behandelt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Klausur einen Schwerpunkt auf Metabolismus/Anabolismus (speziell Glycolyse) setzt. Dieser Bereich stellt den schwierigsten Teil der Vorlesung dar, da die Studenten in der Lage sein sollen, die komplexen metabolitischen Vorgänge unter Benutzung chemischer Strukturen und unter Angabe der beteiligten Enzyme wiederzugeben. <br>In den Mikroskopierübungen erlernen die Studierenden die gängigsten Methoden der Präparation für die Lichtmikroskopie von Pflanzen. Hierbei sollen zu jedem Seminartag Skizzen und Detailzeichnungen angefertigt werden. Mikroskopiert werden beispielsweise die Zwiebelzelle, der Vorgang der Plasmolyse, Leitsysteme von Angiospermen- bzw. Gymnospermenholz und unterschiedliche Gewebetypen. <br>In den Bestimmungsübungen lernen die Studierenden die in Deutschland vorkommenden Pflanzenfamilien und deren bekanntesten Arten kennen. Es werden Charakteristika der Familien und die Unterschiede zueinander in Theorie und Praxis herausgearbeitet, die für eine erfolgreiche Bestimmung notwendig sind. Die Bestimmung der Pflanzen (bzw. der Blüten) erfolgt anhand von Bestimmungsbüchern, die in der Universitätsbibliothek erhältlich sind. <br>Zusätzlich zur Vorlesung und den Seminaren muss noch an drei Halbtagsexkursionen teilgenommen werden. Anstelle von drei Halbtagsexkursionen kann man auch an einer botanischen Ganztagsexkursion und einer botanischen Halbtagsexkursion teilnehmen. Eine Ganztagsexkursion ersetzt somit zwei Halbtagsexkursionen. Zu jeder Exkursion muss ein Protokoll angefertigt werden, wofür es bestimmte Formalia gibt (im ILIAS einsehbar). <br> <br>  
  
 
=== Einführung in die Zoologie  ===
 
=== Einführung in die Zoologie  ===
  
Das Modul "Einführung in die Zoologie" bietet einen Einstieg in das große Reich der Eukaryoten (ausgenommen Pflanzen und Pilze). Die Basisvorlesung ist thematisch in zwei Teile angelegt. In der ersten Hälfte werden grundsätzliche Themen angesprochen, die zum allgemeinen Verständnis des Lebens wichtig sind. So werden beispielsweise Bereiche aus der Histologie (Gewebekunde) behandelt, sowie die Entwicklung und Fortpflanzung von Lebewesen. Der zweite Teil der Vorlesung behandelt systematisch den phylogenetischen Stammbaum der Eukarya und deren Eigenarten, angefangen bei den Protozoen (Bsp. Flagellata, Ciliata), über Schnecken, Muscheln und Insekten, bis hin zu Säugetieren. <br>Die "Zoologischen Mikroskopierübungen/Laborübungen" gehen detailierter in die Systematik der Eukarya ein und vermitteln den Studierenden die komplexe Morphologie (auch Anatomie) verschiedener Organismen. Die Theorie wird mit der Praxis durch Mikroskopier- und Präparationsübungen verknüpft. Zu jedem Kurstag müssen Zeichnungen angefertigt werden, wobei es nicht darauf ankommt, die eigene künstlerische Ader ausleben zu lassen, sondern detailgetreu und wissenschaftlich zu arbeiten. Mikroskopert werden u.A. Protozoen, Würmer, Nesseltiere, Heuschrecken, ein Linsenauge und meistens zum Schluss auch eine Maus. Benutzt werden meistens Fertigpräparate, die nur noch auf den Objektträger des Mikroskops gelegt werden müssen. Eigens präpariert werden beispielsweise ein Wurm, eine Heuschrecke und eine Maus. Die behandelten Organismen können allerdings von Semester zu Semester abweichen. Nach Meinung mehrerer Studenten macht es Sinn, die Mikroskopierübungen im gleichen Semester zu besuchen wie die Basisvorlesung, aufgrund thematischer Nähe zwischen dem systematischen Teil der Vorlesung und den Mikroskopierübungen. <br>In den Bestimmungsübungen lernen die Studierenden die in Deutschland und Umgebung vorkommenden Tierfamilien und deren bekanntesten Arten kennen. Es werden Charakteristika der Familien und die Unterschiede zueinander in Theorie und Praxis herausgearbeitet, die für eine erfolgreiche Bestimmung notwendig sind. Es werden u.A. Schnecken, Muscheln, Reptilien, Amphibien, Fische, Vögel und Säugetiere bestimmt. <br>Zusätzlich zur Vorlesung und den Seminaren muss noch an drei Halbtagsexkursionen teilgenommen werden. Anstelle von drei Halbtagsexkursionen kann man auch an einer zoologischen Ganztagsexkursion und einer zoologischen Halbtagsexkursion teilnehmen. Eine Ganztagsexkursion ersetzt somit zwei Halbtagsexkursionen. Zu jeder Exkursion muss ein Protokoll angefertigt werden, wofür es bestimmte Formalia gibt (im ILIAS einsehbar). <br> <br>  
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Das Modul "Einführung in die Zoologie" bietet einen Einstieg in das große Reich der Eukaryoten (ausgenommen Pflanzen und Pilze). Die Basisvorlesung ist thematisch in zwei Teile angelegt. In der ersten Hälfte werden grundsätzliche Themen angesprochen, die zum allgemeinen Verständnis des Lebens wichtig sind. So werden beispielsweise Bereiche aus der Histologie (Gewebekunde) behandelt, sowie die Entwicklung und Fortpflanzung von Lebewesen. Der zweite Teil der Vorlesung behandelt systematisch den phylogenetischen Stammbaum der Eukarya und deren Eigenarten, angefangen bei den Protozoen (Bsp. Flagellata, Ciliata), über Schnecken, Muscheln und Insekten, bis hin zu Säugetieren. <br>Die "Zoologischen Mikroskopierübungen/Laborübungen" gehen detailierter in die Systematik der Eukarya ein und vermitteln den Studierenden die komplexe Morphologie (auch Anatomie) verschiedener Organismen. Die Theorie wird mit der Praxis durch Mikroskopier- und Präparationsübungen verknüpft. Zu jedem Kurstag müssen Zeichnungen angefertigt werden, wobei es nicht darauf ankommt, die eigene künstlerische Ader ausleben zu lassen, sondern detailgetreu und wissenschaftlich zu arbeiten. Mikroskopert werden u. a. Protozoen, Würmer, Nesseltiere, Heuschrecken, ein Linsenauge und meistens zum Schluss auch eine Maus. Benutzt werden meistens Fertigpräparate, die nur noch auf den Objektträger des Mikroskops gelegt werden müssen. Eigens präpariert werden beispielsweise ein Wurm, eine Heuschrecke und eine Maus. Die behandelten Organismen können allerdings von Semester zu Semester abweichen. Nach Meinung mehrerer Studenten macht es Sinn, die Mikroskopierübungen im gleichen Semester zu besuchen wie die Basisvorlesung, aufgrund thematischer Nähe zwischen dem systematischen Teil der Vorlesung und den Mikroskopierübungen. <br>In den Bestimmungsübungen lernen die Studierenden die in Deutschland und Umgebung vorkommenden Tierfamilien und deren bekanntesten Arten kennen. Es werden Charakteristika der Familien und die Unterschiede zueinander in Theorie und Praxis herausgearbeitet, die für eine erfolgreiche Bestimmung notwendig sind. Es werden u. a. Schnecken, Muscheln, Reptilien, Amphibien, Fische, Vögel und Säugetiere bestimmt. <br>Zusätzlich zur Vorlesung und den Seminaren muss noch an drei Halbtagsexkursionen teilgenommen werden. Anstelle von drei Halbtagsexkursionen kann man auch an einer zoologischen Ganztagsexkursion und einer zoologischen Halbtagsexkursion teilnehmen. Eine Ganztagsexkursion ersetzt somit zwei Halbtagsexkursionen. Zu jeder Exkursion muss ein Protokoll angefertigt werden, wofür es bestimmte Formalia gibt (im ILIAS einsehbar). <br> <br>  
  
 
=== Einführung in die allgemeine Biologie  ===
 
=== Einführung in die allgemeine Biologie  ===
  
Dieses Modul ist nur für Studierende der Schulformen GyGe und BK verpflichtend. <br>Die Vorlesung zur Zellbiologie findet zweimal wöchentlich statt. Vorlesungsstoff ist u.A. allgemeiner Aufbau von Zellen und extrazellulärer Matrix, Enzymatik, Funktion von Proteinen, Anabolismus und Katabolismus, sowie Entwicklung und Entstehung (Bsp. Embryogenese). <br>Die Genetikvorlesung behandelt u.A. die klassische Vererbung, den Zellzyklus bzw. die Meiose, Chromosomen- und Punktmutationen, Stammbaumanalyse, Transposons und Auszüge aus der Gentechnik. <br>Die Übungen sind in einen zellbiologischen und in einen genetischen Block eingeteilt. In dem zellbiologischen Block werden den Studierenden grundlegende Arbeitsweisen im Labor der Mikrobiologie vermittelt. Man lernt ausschnittweise die Welt der Bakterien kennen, wie man diese charakterisiert, anfärbt und mikroskopiert. Im genetischen Block werden Mitose und Meiose unter dem Mikroskop betrachtet, Erbgänge analysiert (anhand von Maiskolben und Fliegenpopulationen) und Genkopplungen mathematisch ermittelt (Kopplungsanalyse). Letztes bedarf keiner weitreichenden mathematischen Kompetenz, sondern lediglich den Umgang mit einer Formel und einiger Tabellen. Für viele Studierende ist dies sicherlich ein Highlight des Grundstudiums. Der Erfahrung nach sollte die Übung allerdings erst belegt werden, nachdem beide Vorlesungen bereits abgeschlossen sind, da sie inhaltlich auf den Stoff der Vorlesung aufbaut. <br> <br>  
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Dieses Modul ist nur für Studierende der Schulformen GyGe und BK verpflichtend. <br>Die Vorlesung zur Zellbiologie findet zweimal wöchentlich statt. Vorlesungsstoff ist u. a. allgemeiner Aufbau von Zellen und extrazellulärer Matrix, Enzymatik, Funktion von Proteinen, Anabolismus und Katabolismus, sowie Entwicklung und Entstehung (Bsp. Embryogenese). <br>Die Genetikvorlesung behandelt u. a. die klassische Vererbung, den Zellzyklus bzw. die Meiose, Chromosomen- und Punktmutationen, Stammbaumanalyse, Transposons und Auszüge aus der Gentechnik. <br>Die Übungen sind in einen zellbiologischen und in einen genetischen Block eingeteilt. In dem zellbiologischen Block werden den Studierenden grundlegende Arbeitsweisen im Labor der Mikrobiologie vermittelt. Man lernt ausschnittweise die Welt der Bakterien kennen, wie man diese charakterisiert, anfärbt und mikroskopiert. Im genetischen Block werden Mitose und Meiose unter dem Mikroskop betrachtet, Erbgänge analysiert (anhand von Maiskolben und Fliegenpopulationen) und Genkopplungen mathematisch ermittelt (Kopplungsanalyse). Letztes bedarf keiner weitreichenden mathematischen Kompetenz, sondern lediglich den Umgang mit einer Formel und einiger Tabellen. Für viele Studierende ist dies sicherlich ein Highlight des Grundstudiums. Der Erfahrung nach sollte die Übung allerdings erst belegt werden, nachdem beide Vorlesungen bereits abgeschlossen sind, da sie inhaltlich auf den Stoff der Vorlesung aufbaut. <br> <br>  
  
 
=== Grundlagen der Naturwissenschaften  ===
 
=== Grundlagen der Naturwissenschaften  ===
  
Der Bereich "Chemie für Biologen" stellt womöglich den anspruchsvollsten und schwierigsten Teil des Grundstudiums dar. Die Studierenden besuchen hierbei zuerst die Vorlesung. Nach bestandener Klausur müssen die Studierenden an einem Praktikum im Labor teilnehmen. Das Bestehen der Vorlesungsklausur ist Voraussetzung zur Teilnahme am Praktikum. Nach dem Praktikum gibt es noch eine Abschlussklausur, um den ganzen Teilbereich Chemie abzuschließen. In der Vorlesung werden grundlegende Bereiche aus der anorganischen und der organischen Chemie behandelt. Schwerpunkte der Vorlesung sind z.T. Stöchiometrie, Redoxreaktionen und Grundgesetze der Chemie. Im Praktikum wird ein Skript durchgearbeitet, das ungefähr 70 Versuche enthält. Zu jedem Versuch muss ein Protokoll mit Ergebnissen und Erklärungen angefertigt werden. Man lernt dort das Titrieren, verschiedene chromatographische Prinzipien, das Herstellen von Pufferlösungen, Stoffnachweise usw. <br>Die Physikvorlesung behandelt u.A. die Themen Optik, Akustik, Mechanik und Elektrizität. Der Lernaufwand dieser Vorlesung hält sich erfahrungsgemäß in Grenzen. <br> <br>  
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Der Bereich "Chemie für Biologen" stellt womöglich den anspruchsvollsten und schwierigsten Teil des Grundstudiums dar. Die Studierenden besuchen hierbei zuerst die Vorlesung. Nach bestandener Klausur müssen die Studierenden an einem Praktikum im Labor teilnehmen. Das Bestehen der Vorlesungsklausur ist Voraussetzung zur Teilnahme am Praktikum. Nach dem Praktikum gibt es noch eine Abschlussklausur, um den ganzen Teilbereich Chemie abzuschließen. In der Vorlesung werden grundlegende Bereiche aus der anorganischen und der organischen Chemie behandelt. Schwerpunkte der Vorlesung sind z.T. Stöchiometrie, Redoxreaktionen und Grundgesetze der Chemie. Im Praktikum wird ein Skript durchgearbeitet, das ungefähr 70 Versuche enthält. Zu jedem Versuch muss ein Protokoll mit Ergebnissen und Erklärungen angefertigt werden. Man lernt dort das Titrieren, verschiedene chromatographische Prinzipien, das Herstellen von Pufferlösungen, Stoffnachweise usw. <br>Die Physikvorlesung behandelt u. a. die Themen Optik, Akustik, Mechanik und Elektrizität. Der Lernaufwand dieser Vorlesung hält sich erfahrungsgemäß in Grenzen. <br> <br>  
  
 
=== Fächerübergreifendes Modul "Lehren als Beruf"  ===
 
=== Fächerübergreifendes Modul "Lehren als Beruf"  ===

Version vom 24. April 2014, 16:01 Uhr

Informationen, die die auslaufenden Lehramtsstudiengänge nach LPO 2003 (Staatsexamen) betreffen, werden wir künftig mit zurückgestellter Priorität überarbeiten. Bei individuellen Fragen könnt ihr euch an die Studienberatung wenden.


Studienberatung Biologie GyGe, BK
Ansprech­partner*in Dr. Christian Johannes
Raum S05 T04 B05
Sprechzeiten Mo & Mi, jeweils 10 - 11 Uhr
Tel 0201 / 183-2834
E-Mail christian.johannes​@uni-due.de
Studienberatung: alle Schulformen
Ansprech­partner*in Dr. Vanessa Pfeiffer
Raum S05 R03 H05
Sprechzeiten Mo. u. Di. 13:30 - 14:30 Uhr (für HRGe), Mo und Di 13.30-14.30 Uhr (GyGe und BK), Di und Do 10-11 Uhr (Sek I/II)
Tel 0201 / 183-4206
E-Mail vanessa.pfeiffer​@uni-due.de

Präsenz des Studiengangs Biologie

Fakultät:http://www.uni-due.de/biologie/ 
Fachschaft: http://www.uni-due.de/fs-biologie/ 
Didaktik der Biologie: http://www.uni-due.de/biologiedidaktik/ 
Plattform: http://lis.uni-due.de  


Bescheinigung und Prüfungsberechtigung


Aufbau des Studiums

Grund-, Haupt- und Realschule

Grundstudium Grund-, Haupt- und Realschule

Modul Veranstaltung Typ Studienleistung
1: Einführung in die Botanik Einführung in die Botanik Vorlesung Klausur
1: Einführung in die Botanik Botanische Mikroskopierübungen Übungen Klausur
1: Einführung in die Botanik Botanische Bestimmungsübungen Übungen Klausur
1: Einführung in die Botanik 3 Halbtagsexkursionen Exkursion Protokoll oder Referat
2: Einführung in die Zoologie Einführung in die Zoologie und Humanbiologie Vorlesung Klausur
2: Einführung in die Zoologie Zoologische Mikroskopierübungen Übungen Klausur
2: Einführung in die Zoologie Zoolgische Bestimmungsübungen Übungen Klausur
2: Einführung in die Zoologie 3 Halbtagsexkursionen Exkursion Protokoll oder Referat
4: Grundlagen der Naturwissenschaften Chemie für Biologen* Vorlesung Klausur
4: Grundlagen der Naturwissenschaften Chemiepraktikum* Praktikum Berichte und Klausur
4: Grundlagen der Naturwissenschaften Physik für Naturwissenschaften** Vorlesung Klausur
5: Fächerübergreifendes Modul "Lehren als Beruf" Einführung in die Didaktik der Biologie Vorlesung Klausur
5: Fächerübergreifendes Modul "Lehren als Beruf" Einführung in die Allgemeine Didaktik (ESL 2.3) Vorlesung Klausur
5: Fächerübergreifendes Modul "Lehren als Beruf" Einführung in die Didaktik des zweiten Faches Vorlesung Klausur


* Studierende, die als Zweitfach Chemie haben, müssen die Vorlesung "Einführung in die Biochemie" und die dazugehörige Übung (Gesamtumfang 4 SWS) belegen. Dafür entfällt die Vorlesung Einführung in die Chemie und das dazugehörige Praktikum.
** Studierende, welche als Zweitfach Physik oder Technik belegen, müssen ebenfalls an der Vorlesung "Einführung in die Biochemie" (2 SWS) teilnehmen, dafür entfällt die Vorlesung Physik für Naturwissenschaften.
Als Leistungsnachweis muss jeweils eine Klausur bestanden werden.

Hauptstudium Grund-, Haupt- und Realschule

Die fachwissenschaftlichen Module sind wie folgt aufgebaut:

  • VO2 (2 Credits): Basisvorlesung: für alle verpflichtend mit Inhalten aus unterschiedlichen Fachgebieten. Sie baut auf den entsprechenden Inhalten des Grundstudiums auf.
  • GP6 (5 Credits): Großpraktikum nach Wahl aus einem Katalog der für dieses Modul anrechenbaren GP. Vorschläge siehe unten; aktuelle Angebote je nach Möglichkeiten des Faches. Wegen des Anrechnungsfaktors zählt das GP für Studierende 4 SWS (gewichtet) statt 6 SWS (ungewichtet). Das GP kann erst nach abgeschlossenem Grundstudium begonnen werden. Der vorherige Besuch der jeweiligen Basisvorlesung wird dringend empfohlen.
  • Studierende des Studiengangs Biologie HRGe müssen nur zwei Module (aus Modul 6-8) absolvieren!


Modul Veranstaltung Typ Studienleistung
6: Ökologie/​Umwelt Ökologie Vorlesung Klausur
6: Ökologie/​Umwelt Seminar zu Modul 6 Seminar Klausur oder Referat
6: Ökologie/​Umwelt Großpraktikum* zu Modul 6 Praktikum Bericht
7: Biodiversität (Evolution und Systematik) Systematik und Evolution Vorlesung Klausur
7: Biodiversität (Evolution und Systematik) Seminar zu Modul 7 Seminar Klausur oder Referat
7: Biodiversität (Evolution und Systematik) Großpraktikum* zu Modul 7 Praktikum Bericht
8: Struktur und Funktion (Physiologie) Struktur und Funktion der Zelle Vorlesung Klausur
8: Struktur und Funktion (Physiologie) Seminar zu Modul 8 Seminar Klausur oder Referat
8: Struktur und Funktion (Physiologie) Großpraktikum* zu Modul 8 Praktikum Bericht


Es sind drei Seminare aus mindestens 2 der Bereiche 1-3, und ein Seminar aus dem Bereich 4 zu studieren, darüber hinaus ist die fachdidaktische Praxisphase zu absolvieren:

Modul Veranstaltung Typ Studienleistung
9: Didaktik der Biologie (1) Didaktische Konzepte und Methoden im Biologie­unterricht Seminar
9: Didaktik der Biologie (2) Experimente und Arbeitsweisen im Biologie­unterricht Seminar
9: Didaktik der Biologie (3) Biologie­unterricht unter der Persektive empirischer Lehr-/​Lernforschung Seminar
9: Didaktik der Biologie (4) Biologie unterrichten - Begleitseminare zur fachdidaktischen raxisphase Lehr- / Lernforschung Praktikum


* Die Modulzuordnung der Großpraktika wurde aufgehoben. Jedes Großpraktikum ist für Modul 6, 7 oder 8 anrechenbar. Allerdings darf jedes Großpraktikum nur einmal besucht werden.

Gymnasium und Gesamtschule // Berufskolleg

Grundstudium Gymnasium und Gesamtschule // Berufskolleg

Modul Veranstaltung Typ Studienleistung
1: Einführung in die Botanik Einführung in die Botanik Vorlesung Klausur
1: Einführung in die Botanik Botanische Mikroskopierübungen Übungen Klausur
1: Einführung in die Botanik Botanische Bestimmungsübungen Übungen Klausur
1: Einführung in die Botanik 3 Halbtagsexkursionen Exkursion Protokoll oder Referat
2: Einführung in die Zoologie Einführung in die Zoologie und Humanbiologie Vorlesung Klausur
2: Einführung in die Zoologie Zoologische Mikroskopierübungen Übungen Klausur
2: Einführung in die Zoologie Zoolgische Bestimmungsübungen Übungen Klausur
2: Einführung in die Zoologie 3 Halbtagsexkursionen Exkursion Protkoll oder Referat
3: Einführung in die Allgemeine Biologie Einführung in die Zellbiologie Vorlesung Klausur
3: Einführung in die Allgemeine Biologie Einführung in die Genetik Vorlesung Klausur
3: Einführung in die Allgemeine Biologie Übungen zur Genetik und Zellbiologie Übungen Klausur
4: Grundlagen der Naturwissenschaften Chemie für Biologen* Vorlesung Klausur
4: Grundlagen der Naturwissenschaften Chemiepraktikum* Praktikum Berichte und Klausur
4: Grundlagen der Naturwissenschaften Physik für Naturwissenschaften** Vorlesung Klausur
5: Fächerübergreifendes Modul "Lehren als Beruf" Einführung in die Didaktik der Biologie Vorlesung Klausur
5: Fächerübergreifendes Modul "Lehren als Beruf" Einführung in die Allgemeine Didaktik (ESL 2.3) Vorlesung Klausur
5: Fächerübergreifendes Modul "Lehren als Beruf" Einführung in die Didaktik des zweiten Faches Vorlesung Klausur


* Studierende, die als Zweitfach Chemie haben, müssen die Vorlesung "Einführung in die Biochemie" und die dazugehörige Übung (Gesamtumfang 4 SWS) belegen. Dafür entfällt die Vorlesung Einführung in die Chemie und das dazugehörige Praktikum.
** Studierende, welche als Zweitfach Physik oder Technik belegen, müssen ebenfalls an der Vorlesung "Einführung in die Biochemie" (2 SWS) teilnehmen, dafür entfällt die Vorlesung Physik für Naturwissenschaften.
Als Leistungsnachweis muss jeweils eine Klausur bestanden werden.

Hauptstudium Gymnasium und Gesamtschule // Berufskolleg

Die fachwissenschaftlichen Module sind wie folgt aufgebaut:

  • VO2 (2 Credits): Basisvorlesung: für alle verpflichtend mit Inhalten aus unterschiedlichen Fachgebieten. Sie baut auf den entsprechenden Inhalten des Grundstudiums auf.
  • GP6 (5 Credits): Großpraktikum nach Wahl aus einem Katalog der für dieses Modul anrechenbaren GP. Vorschläge siehe unten; aktuelle Angebote je nach Möglichkeiten des Faches. Wegen des Anrechnungsfaktors zählt das GP für Studierende 4 SWS (gewichtet) statt 6 SWS (ungewichtet). Das GP kann erst nach abgeschlossenem Grundstudium (mindestens aber 38 Credits) begonnen werden. Der vorherige Besuch der jeweiligen Basisvorlesung wird dringend empfohlen.
  • SE2 oder VO2 (3 Credits): Ergänzende Veranstaltung.


Modul Veranstaltung Typ Studienleistung
6: Ökologie/​ Umwelt Ökologie Vorlesung Klausur
6: Ökologie/​Umwelt Seminar zu Modul 6 Seminar Klausur oder Referat
6: Ökologie/​Umwelt Großpraktikum* zu Modul 6 Praktikum Bericht
7: Biodiversität (Evolution und Systematik) Systematik und Evolution Vorlesung Klausur
7: Biodiversität (Evolution und Systematik) Seminar zu Modul 7 Seminar Klausur oder Referat
7: Biodiversität (Evolution und Systematik) Großpraktikum* zu Modul 7 Praktikum Bericht
8: Struktur und Funktion (Physiologie) Struktur und Funktion der Zelle Vorlesung Klausur
8: Struktur und Funktion (Physiologie) Seminar zu Modul 8 Seminar Klausur oder Referat
8: Struktur und Funktion (Physiologie) Großpraktikum* zu Modul 8 Praktikum Bericht


Es sind drei Seminare aus mindestens 2 der Bereiche 1-3, und ein Seminar aus dem Bereich 4 zu studieren; darüber hinaus ist die fachdidaktische Praxisphase zu absolvieren:

Modul Veranstaltung Typ Studienleistung
9: Didaktik der Biologie (1) Didaktische Konzepte und Methoden im Biologie­unterricht Seminar
9: Didaktik der Biologie (2) Experimente und Arbeitsweisen im Biologie­unterricht Seminar
9: Didaktik der Biologie (3) Biologie­unterricht unter der Perspektive empirischer Lehr-/​Lernforschung Seminar
9: Didaktik der Biologie (4) Biologie unterrichten - Begleitseminare zur fachdidaktischen Praxisphase Lehr-/​Lernforschung Praktikum


* Die Modulzuordnung der Großpraktika wurde aufgehoben. Jedes Großpraktikum ist für Modul 6, 7 oder 8 anrechenbar. Allerdings darf jedes Großpraktikum nur einmal besucht werden.


Ergänzende Modulinformation/​-beschreibung

Grundstudium

Einführung in die Botanik

Das Modul "Einführung in die Botanik" bietet eine großflächige Übersicht des Pflanzenreiches. In der Vorlesung werden u. a. der physiologische Aufbau von Pflanzen (Zellaufbau, Gewebetypen, Pflanzentypen), Symbiosen, Pflanzenkrankheiten und Metabolismus/Anabolismus (Glycolyse, Citrat-Zyklus, Photosynthese, Calvin-Zyklus, Atmungskette) behandelt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Klausur einen Schwerpunkt auf Metabolismus/Anabolismus (speziell Glycolyse) setzt. Dieser Bereich stellt den schwierigsten Teil der Vorlesung dar, da die Studenten in der Lage sein sollen, die komplexen metabolitischen Vorgänge unter Benutzung chemischer Strukturen und unter Angabe der beteiligten Enzyme wiederzugeben.
In den Mikroskopierübungen erlernen die Studierenden die gängigsten Methoden der Präparation für die Lichtmikroskopie von Pflanzen. Hierbei sollen zu jedem Seminartag Skizzen und Detailzeichnungen angefertigt werden. Mikroskopiert werden beispielsweise die Zwiebelzelle, der Vorgang der Plasmolyse, Leitsysteme von Angiospermen- bzw. Gymnospermenholz und unterschiedliche Gewebetypen.
In den Bestimmungsübungen lernen die Studierenden die in Deutschland vorkommenden Pflanzenfamilien und deren bekanntesten Arten kennen. Es werden Charakteristika der Familien und die Unterschiede zueinander in Theorie und Praxis herausgearbeitet, die für eine erfolgreiche Bestimmung notwendig sind. Die Bestimmung der Pflanzen (bzw. der Blüten) erfolgt anhand von Bestimmungsbüchern, die in der Universitätsbibliothek erhältlich sind.
Zusätzlich zur Vorlesung und den Seminaren muss noch an drei Halbtagsexkursionen teilgenommen werden. Anstelle von drei Halbtagsexkursionen kann man auch an einer botanischen Ganztagsexkursion und einer botanischen Halbtagsexkursion teilnehmen. Eine Ganztagsexkursion ersetzt somit zwei Halbtagsexkursionen. Zu jeder Exkursion muss ein Protokoll angefertigt werden, wofür es bestimmte Formalia gibt (im ILIAS einsehbar).

Einführung in die Zoologie

Das Modul "Einführung in die Zoologie" bietet einen Einstieg in das große Reich der Eukaryoten (ausgenommen Pflanzen und Pilze). Die Basisvorlesung ist thematisch in zwei Teile angelegt. In der ersten Hälfte werden grundsätzliche Themen angesprochen, die zum allgemeinen Verständnis des Lebens wichtig sind. So werden beispielsweise Bereiche aus der Histologie (Gewebekunde) behandelt, sowie die Entwicklung und Fortpflanzung von Lebewesen. Der zweite Teil der Vorlesung behandelt systematisch den phylogenetischen Stammbaum der Eukarya und deren Eigenarten, angefangen bei den Protozoen (Bsp. Flagellata, Ciliata), über Schnecken, Muscheln und Insekten, bis hin zu Säugetieren.
Die "Zoologischen Mikroskopierübungen/Laborübungen" gehen detailierter in die Systematik der Eukarya ein und vermitteln den Studierenden die komplexe Morphologie (auch Anatomie) verschiedener Organismen. Die Theorie wird mit der Praxis durch Mikroskopier- und Präparationsübungen verknüpft. Zu jedem Kurstag müssen Zeichnungen angefertigt werden, wobei es nicht darauf ankommt, die eigene künstlerische Ader ausleben zu lassen, sondern detailgetreu und wissenschaftlich zu arbeiten. Mikroskopert werden u. a. Protozoen, Würmer, Nesseltiere, Heuschrecken, ein Linsenauge und meistens zum Schluss auch eine Maus. Benutzt werden meistens Fertigpräparate, die nur noch auf den Objektträger des Mikroskops gelegt werden müssen. Eigens präpariert werden beispielsweise ein Wurm, eine Heuschrecke und eine Maus. Die behandelten Organismen können allerdings von Semester zu Semester abweichen. Nach Meinung mehrerer Studenten macht es Sinn, die Mikroskopierübungen im gleichen Semester zu besuchen wie die Basisvorlesung, aufgrund thematischer Nähe zwischen dem systematischen Teil der Vorlesung und den Mikroskopierübungen.
In den Bestimmungsübungen lernen die Studierenden die in Deutschland und Umgebung vorkommenden Tierfamilien und deren bekanntesten Arten kennen. Es werden Charakteristika der Familien und die Unterschiede zueinander in Theorie und Praxis herausgearbeitet, die für eine erfolgreiche Bestimmung notwendig sind. Es werden u. a. Schnecken, Muscheln, Reptilien, Amphibien, Fische, Vögel und Säugetiere bestimmt.
Zusätzlich zur Vorlesung und den Seminaren muss noch an drei Halbtagsexkursionen teilgenommen werden. Anstelle von drei Halbtagsexkursionen kann man auch an einer zoologischen Ganztagsexkursion und einer zoologischen Halbtagsexkursion teilnehmen. Eine Ganztagsexkursion ersetzt somit zwei Halbtagsexkursionen. Zu jeder Exkursion muss ein Protokoll angefertigt werden, wofür es bestimmte Formalia gibt (im ILIAS einsehbar).

Einführung in die allgemeine Biologie

Dieses Modul ist nur für Studierende der Schulformen GyGe und BK verpflichtend.
Die Vorlesung zur Zellbiologie findet zweimal wöchentlich statt. Vorlesungsstoff ist u. a. allgemeiner Aufbau von Zellen und extrazellulärer Matrix, Enzymatik, Funktion von Proteinen, Anabolismus und Katabolismus, sowie Entwicklung und Entstehung (Bsp. Embryogenese).
Die Genetikvorlesung behandelt u. a. die klassische Vererbung, den Zellzyklus bzw. die Meiose, Chromosomen- und Punktmutationen, Stammbaumanalyse, Transposons und Auszüge aus der Gentechnik.
Die Übungen sind in einen zellbiologischen und in einen genetischen Block eingeteilt. In dem zellbiologischen Block werden den Studierenden grundlegende Arbeitsweisen im Labor der Mikrobiologie vermittelt. Man lernt ausschnittweise die Welt der Bakterien kennen, wie man diese charakterisiert, anfärbt und mikroskopiert. Im genetischen Block werden Mitose und Meiose unter dem Mikroskop betrachtet, Erbgänge analysiert (anhand von Maiskolben und Fliegenpopulationen) und Genkopplungen mathematisch ermittelt (Kopplungsanalyse). Letztes bedarf keiner weitreichenden mathematischen Kompetenz, sondern lediglich den Umgang mit einer Formel und einiger Tabellen. Für viele Studierende ist dies sicherlich ein Highlight des Grundstudiums. Der Erfahrung nach sollte die Übung allerdings erst belegt werden, nachdem beide Vorlesungen bereits abgeschlossen sind, da sie inhaltlich auf den Stoff der Vorlesung aufbaut.

Grundlagen der Naturwissenschaften

Der Bereich "Chemie für Biologen" stellt womöglich den anspruchsvollsten und schwierigsten Teil des Grundstudiums dar. Die Studierenden besuchen hierbei zuerst die Vorlesung. Nach bestandener Klausur müssen die Studierenden an einem Praktikum im Labor teilnehmen. Das Bestehen der Vorlesungsklausur ist Voraussetzung zur Teilnahme am Praktikum. Nach dem Praktikum gibt es noch eine Abschlussklausur, um den ganzen Teilbereich Chemie abzuschließen. In der Vorlesung werden grundlegende Bereiche aus der anorganischen und der organischen Chemie behandelt. Schwerpunkte der Vorlesung sind z.T. Stöchiometrie, Redoxreaktionen und Grundgesetze der Chemie. Im Praktikum wird ein Skript durchgearbeitet, das ungefähr 70 Versuche enthält. Zu jedem Versuch muss ein Protokoll mit Ergebnissen und Erklärungen angefertigt werden. Man lernt dort das Titrieren, verschiedene chromatographische Prinzipien, das Herstellen von Pufferlösungen, Stoffnachweise usw.
Die Physikvorlesung behandelt u. a. die Themen Optik, Akustik, Mechanik und Elektrizität. Der Lernaufwand dieser Vorlesung hält sich erfahrungsgemäß in Grenzen.

Fächerübergreifendes Modul "Lehren als Beruf"

Die Vorlesung "Didaktik der Biologie" richtet sich an den späteren Beruf des Lehrers. Dort werden allgemeine didaktische Konzepte des Biologieunterrichts vermittelt, Lehr-/Lernstrategien behandelt und die allgemeine schulische Situation in Deutschland in Bezug auf die PISA-Studien erörtert.
Die Vorlesung zur "Allgemeinen Didaktik" bezieht sich auf das Modul 2.3 des erziehungswissenschaftlichen Studiums für Lehrämter (ESL) und ist keine Veranstaltung aus der Fakultät Biologie. Ebenso ist die Didaktikvorlesung des zweiten Fachs keine Veranstaltung aus der Fakultät Biologie. Diese Veranstaltung findet man im Vorlesungsverzeichnis des zweiten Fachs des jeweiligen Studierenden.