Staatsexamen: Examensarbeit

Aus LehramtsWiki
Version vom 2. Oktober 2018, 10:23 Uhr von Hannah Schnek (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche


Informationen, die die auslaufenden Lehramtsstudiengänge nach LPO 2003 (Staatsexamen) betreffen, werden wir künftig mit zurückgestellter Priorität überarbeiten. Bei individuellen Fragen könnt ihr euch an die Studienberatung wenden.


Allgemein

Eine Staats­examensarbeit (in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich benannt: auch Zulassungsarbeit, Qualifizierungs­arbeit sowie kurz „Examensarbeit“, „schriftliche Hausarbeit“ oder „Staatsarbeit“, offiziell meist Wissenschaftliche Hausarbeit) ist im Rahmen des Staatsexamens die schriftliche Abschlussarbeit eines Lehramt­studienganges bzw. des Jurastudiums einer Universität bzw. Pädagogischen Hochschule (nur Lehramt).

Die Staatsexamensarbeit entspricht der Diplom-, Magister- oder Masterarbeit. Das Staatsexamen selbst stellt keinen akademischen Grad dar, ist aber der vollwertige Hochschul­abschluss des betreffenden Studienganges.

Neben der Arbeit im Rahmen des Ersten Staatsexamens wird auch gegen Ende des Referendariats bei der Lehrerausbildung im Rahmen des Zweiten Staatsexamens momentan noch eine zweite Staats­examensarbeit geschrieben, die jedoch im Umfang deutlich kürzer und auf Praxisthemen beschränkt ist. Diese soll im Rahmen des reformierten Vorbereitungs­dienstes wegfallen.

Richtlinien

  1. Die schriftliche Hausarbeit dient der Feststellung, ob der Prüfling fähig ist, eine wissen­schaftliche Problem­stellung in einer begrenzten Zeit selbstständig inhaltlich und methodisch zu bearbeiten und das Ergebnis fachlich und sprachlich korrekt darzustellen.
  2. Das Thema der schriftlichen Hausarbeit muss eine klar umrissene wissen­schaftliche Fragestellung aus einem der Prüfungsgebiete gemäß Studienordnung zum Gegenstand haben. Das Thema muss den Prüfungs­anforderungen entsprechen und in der Regel aus dem Studiengang oder einem Modul gemäß § 7 Abs. 2 erwachsen sein. Das Thema muss so abgegrenzt sein, dass die Arbeit in drei Monaten abgeschlossen werden kann. Der Umfang der Arbeit, im Fall einer Gruppen­arbeit der Umfang der abgrenzbaren Eigenleistungen, soll 60 Seiten nicht überschreiten.
  3. Das Thema der schriftlichen Hausarbeit wird in der Regel von einer oder einem für das Thema prüfungs­berechtigten Professor im Einvernehmen mit dem Prüfling vorgeschlagen.
  4. Der Prüfer teilt das vorgeschlagene Thema dem Prüfungsamt schriftlich mit. Die Mitteilung soll spätestens im vorletzten Studiensemester der Regelstudienzeit erfolgen. Das Prüfungsamt genehmigt das Thema, wenn die Anforderungen des Absatzes 2 erfüllt sind. Es bestätigt in der Regel das von dem Prüfling vorgeschlagene Mitglied des Prüfungsamts und bestellt ein weiteres Mitglied des Prüfungsamts. Beim Abweichen vom Vorschlag des Prüflings legt das Prüfungsamt dem Prüfling die Gründe dafür dar. Eines der beiden bestellten Mitglieder soll Professor sein. Das Prüfungsamt teilt dem Prüfling das Thema schriftlich mit.
  5. Die schriftliche Hausarbeit ist binnen drei Monaten nach Mitteilung des Themas dem Prüfungsamt abzuliefern.
  6. Sind zur Anfertigung der schriftlichen Hausarbeit Versuchsreihen oder die empirische Gewinnung von Materialien erforderlich, kann die Frist auf Vorschlag der Themen­stellerin oder des Themen­stellers um bis zu zwei Monate verlängert werden.
  7. Die schriftliche Hausarbeit ist innerhalb der genannten Frist in zwei Exemplaren vorzulegen. Am Schluss der schriftlichen Hausarbeit ist die Versicherung abzugeben, dass die schriftliche Hausarbeit selbst­ständig verfasst worden ist, dass keine anderen Quellen und Hilfsmittel als die angegebenen benutzt worden sind und dass die Stellen der schriftlichen Hausarbeit, die anderen Werken dem Wortlaut oder Sinn nach entnommen wurden, in jedem Fall unter Angabe der Quelle als Entlehnung kenntlich gemacht worden sind. Entsprechendes gilt für die bei­gegebenen Zeichnungen, Kartenskizzen und Darstellungen. Bei Gruppen­arbeiten ist die abgegrenzte Eigenleistung kenntlich zu machen.
  8. Das Erstgutachten ist innerhalb von acht Wochen dem Prüfungsamt vorzulegen. Nach Übersendung des Erst­gutachtens durch das Prüfungsamt an die Zweitgutachterin oder den Zweitgutachter ist deren oder dessen selbstständiges Gutachten innerhalb von vier Wochen dem Prüfungsamt zurückzusenden. Die Gutachten sind jeweils mit einer Note abzuschließen. Die Note der schriftlichen Hausarbeit ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der Noten der einzelnen Gutachten. Weichen die Bewertungs­ergebnisse der Gutachten um mehr als eine Notenstufe voneinander ab, bestellt das Prüfungsamt ein weiteres Gutachten bei einem fach­kundigen Mitglied des Prüfungsamts , das die Note der schriftlichen Hausarbeit im Rahmen der Vornoten innerhalb von vier Wochen abschließend festlegt. Die Note ist dem Prüfling unverzüglich mitzuteilen.
  9. Die schriftliche Hausarbeit kann als Gruppen­arbeit angefertigt werden. Die individuellen Leistungen müssen deutlich abgrenzbar und bewertbar sein sowie den Anforderungen an eine selbstständige Prüfungs­leistung entsprechen. Die Absätze 1 bis 8 finden auf die Gruppenarbeit entsprechende Anwendung.

– Quelle: LPO 2003



Formale Vorgaben / Fristen

Abgabe

Die Examensarbeit (doppelte Ausfertigung!) kann Mo - Do von 08:00 - 15:00 Uhr und Fr von 08:00 - 14:00 Uhr beim zuständigen Sachbearbeiter abgegeben werden.

Häufig gestellte Fragen zur Examensarbeit

FAQ: Staatsexamen (LPO 2003)

Verwandte Seiten

Dieser Artikel ist gültig bis 2020-06-15